Jan Bouman Haus

Das Museum des Fördervereins zur Pflege niederländischer Kultur in Potsdam e. V.

Sammlung

Teil der ständigen Ausstellung des Jan Bouman Hauses sind Möbel und Hausrat aus der Zeit um 1735. Mittels dieser soll das Leben der ersten Bewohner des Hauses, des Grenadiers Johan Schrage und seiner Familie, erlebbar werden.

Die Gegenstände sind in den letzten 20 Jahren erworben worden. An einer Erweiterung der Sammlung wird gearbeitet. Der Förderverein zur Pflege niederländischer Kultur freut sich, wenn Sie die Sammlung durch Schenkungen von Haushaltsgeräten aus dem 18. Jahrhundert erweitern möchten.

Kontakt:
info@jan-bouman-haus.de

Museumsexponate


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Das schmiedeeiserne Klemmkucheneisen besteht aus zwei kreisrunden Platten mit langen zangenförmigen Griffen, die durch einen Niet zusammengehalten werden. Zum Herstellen der Klemmkuchen, einem knusprigen Gebäck, wurde der Teig zwischen die mit einem Quadratmuster und den Initialen WVDH verzierten Zangeneisen gedrückt, „geklemmt“, und dann über offenem Holzfeuer gebacken.
Unser Klemmkucheneisen stammt aus dem 18. Jahrhundert und ist in den Niederlanden erworben worden.

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Das Spinnrad aus Kastanienholz besteht aus einem achtspeichigen gedrechselten Schwungrad mit Tretantrieb und einem Spindelbock mit Spannvorrichtung und Flügelspindel. Ungewöhnlich an ihm ist die rückseitig angebrachte Haspeleinrichtung, welche das Aufwickeln gesponnener und verzwirnter Garne in Stränge ermöglichte.
Spinnräder waren in den Haushalten der Potsdamer Grenadiere oft anzutreffen, da spinnen für die Grenadiere einen Zuverdienst ermöglichte.
Das Spinnrad ist ein Geschenk der Rikster Webergruppe (Harfsen, Niederlande) an den Förderverein.

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Der Flurschrank aus Kiefernholz wurde 1992 von Mitarbeitern der Unteren Denkmalschutzbehörde Potsdam in einem Nebengebäude auf dem Grundstück der Benkertstraße 13 geborgen und nach seiner Restaurierung als Dauerleihgabe der Stadtverwaltung Potsdam im Jan Bouman Haus aufgestellt.
Auf Grund des Bergungsortes und der Übereinstimmung von innen liegenden Schrankbeschlägen mit Beschlägen an Haustüren im Holländischen Viertel ist anzunehmen, dass der Flurschrank zur originalen Erstausstattung eines Hauses im Holländischen Viertel gehörte. Den Grenadieren wird er als Spind für Uniform und Gewehre gedient haben.
Bei der vorrestauratorischen Untersuchung konnte festgestellt werden, dass es sich bei dem Schrank wegen der unterschiedlichen Breite und Profilierungen der Türblätter ursprünglich um zwei je zweitürige Einzelschränke handelte, die später zusammengefügt wurden und ein gemeinsames Sockel- und Kranzgesims erhielten.

Zum Sammlungsbestand des Jan Bouman Hauses gehören mehrere hundert Ofenkacheln und Bruchstücke aus der Zeit König Friedrich Wilhelms I. und Friedrichs II. Sie sind im Holländischen Viertel und der Potsdamer Innenstadt insgesamt geborgen worden. Die Untere Denkmalschutzbehörde Potsdam, aber auch Privatpersonen haben sie dem Förderverein zur Pflege niederländischer Kultur in Potsdam e. V. zur Verfügung gestellt, der den Wiederaufbau eines kompletten Ofens im Jan Bouman Haus plant.
Es sind vor allem schwarze Kacheln und weiße Leisten mit und ohne Motiv, die typisch für die Zeit waren. Insgesamt konnten bisher 142 verschiedene Kachelmotive ermittelt werden.
Im Siedlungshaus Mittelstraße 8, dem heutigen Jan Bouman Haus, konnten 9 schwarze und 2 weiße Kacheln geborgen werden, die zu insgesamt vier Öfen gehört haben können.

Sie können unser Vorhaben des Wiederaufbaus eines historischen Kachelofens unterstützen. Spenden Sie Geld, mit dem weitere Kacheln angekauft werden können. Stellen Sie uns historische Ofenkacheln zur Verfügung, die Sie evtl. selbst besitzen. Geben Sie uns einen Hinweis zu Ofenkachelhändlern und -sammlern.

Kontakt:
info@jan-bouman-haus.de

Kachelfunde im holländischen Haus Mittelstraße 8, alle bauzeitlich 1735:

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Simseckkachel, braunschwarze Glasur, Motiv Taustab-Strichfries.

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Simsmittelkachel, braunschwarze Glasur, Motiv schwarzer Adlerorden, seitlich Krone über Monogramm FWR.

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Gerade Leistenkachel, rosa schimmernde weiße Glasur, Motiv Taustab.

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Gerade Leistenkachel, hellgraue Glasur, ohne Motiv.

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Blattkachel, braunschwarze Glasur, Motiv Krone, Monogramm FWR auf Schild, Ranke.

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Museumswebsite gefördert durch:

Landesstelle für die nichtstaatlichen Mussen in Bayern
Bayerische Sparkassenstiftung